Zusammenfassung von Jenseits rationaler Märkte

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Jenseits rationaler Märkte Buchzusammenfassung
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Bewertung

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6 Umsetzbarkeit

8 Innovationsgrad

7 Stil


Rezension

Wie war das noch mal mit der Finanzkrise? Auf diese Frage gibt es drei gängige Antworten. Erstens: Keiner konnte sie kommen sehen. Zweitens: Spekulanten, Verantwortungslose oder Irrationale waren am Werk. Und drittens: Man hätte sie schon voraussehen können, aber nicht mit den üblichen Prognosemodellen. An Letzteres glaubt das renommierte Forschungsduo Frydman und Goldberg – und schlägt selbst vor, wie man künftige Exzesse rechtzeitig abdämpfen könnte. Die beiden Ökonomen holen sehr weit aus und rollen dabei die gesamte jüngere Ökonomiewissenschaft auf, was die ersten zwei Drittel des Buches in Anspruch nimmt. Für die eigentlichen Lösungsvorschläge bleibt dann vergleichsweise wenig Raum – schade, denn sie interessieren natürlich am meisten. Das Buch ist aber flüssig und überraschend verständlich geschrieben. getAbstract empfiehlt es Investoren, Ökonomen, Studierenden angrenzender Fachbereiche und nicht zuletzt Politikern.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • warum die gängigen makroökonomischen Modelle versagt haben,
  • weshalb sie ohne Änderungen auch die nächste Krise verpassen würden und
  • wie sich kommende Krisen vermeiden oder zumindest abdämpfen lassen.
 

Über die Autoren

Roman Frydman ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der New York University und Autor zahlreicher makroökonomischer Bücher; Michael D. Goldberg ist Professor an der Whittemore School of Business and Economics der Universität New Hampshire.

 

Zusammenfassung

Wurzelbehandlung statt Symptombekämpfung

Immobilienpreise bleiben selten konstant, Börsenkurse schwanken, wie es ihnen gefällt, und auch so ziemlich alle anderen Vermögenswerte fluktuieren über die Zeit. Das betrifft keineswegs nur die Investoren selbst, sondern ist von allgemeinem Interesse. Exzessive Kurssteigerungen und Spekulationen mit Immobilien waren es, die 2007 fast die gesamte Welt geradewegs in eine ausgewachsene Wirtschaftskrise stürzten. Kursschwankungen von Vermögenswerten hatten plötzlich sehr reale Auswirkungen. Die Lehre daraus kann nur sein, dass Probleme an der Wurzel gepackt werden müssen, statt lediglich Symptome zu bekämpfen: Es gilt, den Zusammenhang zwischen Kursschwankungen, gesamtwirtschaftlicher Entwicklung und Ursachen von Krisen sowie letztlich die aktuelle wie auch die gewünschte Rolle der Politik einzuschätzen. Gerade Letztere könnte den Schlüssel dazu in der Hand halten, Krisen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Zurück zum Business as usual?

Krisen voraussehen und schon im Anfangsstadium die Luft aus Spekulationsblasen lassen: Das wäre der Heilige Gral der Makroökonomie. Die gängigen Modelle setzen voraus, dass nicht...


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